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Kunden erreichen Sichtbarkeits-Check

Local SEO

Das Google-Unternehmensprofil: was wirklich zählt

· 4 Minuten Lesezeit · Frank Schenkewitz

Das Google-Unternehmensprofil ist für viele Betriebe der wichtigste digitale Kontaktpunkt – wichtiger als die eigene Webseite. Es hat gut zwei Dutzend Felder. Vier davon entscheiden fast alles.

Die Kategorie ist die halbe Miete

Die Hauptkategorie bestimmt, bei welchen Suchanfragen ein Betrieb überhaupt in Frage kommt. Sie lässt sich nicht frei eintippen, sondern wird aus einer festen Liste gewählt – und genau da wird es interessant: Die Liste ist feiner, als die meisten annehmen.

„Bauunternehmen“ ist eine Kategorie. „Dachdecker“ ist eine eigene. „Zimmerei“ auch. Wer sich in die allgemeinere Kategorie einsortiert, weil sie breiter klingt, macht sich unsichtbar für die Suche, die tatsächlich stattfindet: Menschen suchen „Dachdecker in der Nähe“, nicht „Bauunternehmen“.

Die Hauptkategorie so eng wie möglich wählen. Alles Weitere kommt in die Nebenkategorien – davon sind bis zu neun möglich.

So finden Sie die passende

Ein praktischer Weg: Suchen Sie bei Google Maps nach drei, vier Wettbewerbern, die gut laufen, und schauen Sie, welche Kategorie unter deren Namen steht. Das ist keine Garantie für die richtige Wahl, zeigt aber, welche Begriffe in Ihrer Branche und Region tatsächlich verwendet werden.

Öffnungszeiten: die Angabe mit der kürzesten Halbwertszeit

Falsche Öffnungszeiten sind ärgerlicher als fehlende. Wer vor verschlossener Tür steht, kommt nicht wieder – und hinterlässt im Zweifel eine Bewertung darüber.

Zwei Dinge werden regelmäßig vergessen:

  • Sonderöffnungszeiten für Feiertage. Google fragt aktiv danach und weist im Profil darauf hin, wenn sie fehlen. Betriebsferien gehören ebenfalls hier hinein.
  • Die Zeiten müssen mit der Webseite übereinstimmen. Stehen im Profil andere Zeiten als im Impressum, ist das ein Widerspruch, den Google registriert. Warum das mehr ausmacht, als es klingt.

Fotos: aktuell schlägt professionell

Ein Profil ohne Fotos wirkt verlassen. Aber es müssen keine Hochglanzaufnahmen sein – im Gegenteil. Was Menschen bei einem Handwerksbetrieb sehen wollen:

  • Das Gebäude von außen, so wie man es beim Ankommen sieht. Das hilft beim Finden.
  • Die Werkstatt oder den Verkaufsraum von innen.
  • Abgeschlossene Arbeiten – vorher und nachher, wenn möglich.
  • Das Team oder zumindest die Person, die ans Telefon geht.

Wichtiger als die Qualität ist die Regelmäßigkeit. Ein Profil, in dem seit vier Jahren nichts passiert ist, wirkt wie ein geschlossener Laden.

Bewertungen: antworten ist Pflicht, sammeln ist Handwerk

Bewertungen wirken doppelt: Sie beeinflussen, ob jemand anruft, und sie sind ein Signal für die Platzierung in der lokalen Suche. Drei Punkte aus der Praxis:

Auf jede Bewertung antworten – auch auf die guten

Eine Antwort zeigt allen künftigen Lesern, dass hier jemand zuhört. Bei negativen Bewertungen gilt: sachlich bleiben, nicht rechtfertigen, ein Gesprächsangebot machen. Wer öffentlich streitet, verliert auch dann, wenn er recht hat.

Aktiv nachfragen, aber richtig

Kunden um eine Bewertung zu bitten ist erlaubt und üblich. Nicht erlaubt ist, sie dafür zu bezahlen oder nur zufriedene Kunden auszuwählen – Google nennt das „Review Gating“ und ahndet es. Der beste Zeitpunkt ist direkt nach der abgeschlossenen Arbeit, solange der Eindruck frisch ist.

Keine gekauften Bewertungen

Das Risiko steht in keinem Verhältnis. Auffällige Muster werden erkannt, und die Folge ist im schlimmsten Fall die Löschung aller Bewertungen – auch der echten.

Was man getrost ignorieren kann

Nicht jedes Feld verdient Aufmerksamkeit:

  • Google-Beiträge verschwinden nach kurzer Zeit aus der Ansicht. Wer Zeit hat, kann sie nutzen – wer wenig Zeit hat, steckt sie besser in Fotos und Bewertungen.
  • Die Frage-Antwort-Funktion im Profil wird selten genutzt. Man sollte sie beobachten, um Falschauskünfte anderer Nutzer zu korrigieren, aber sie ist kein Hebel.
  • Attribute wie „WLAN vorhanden“ sind für Gastronomie relevant, für die meisten Handwerksbetriebe nicht.

Der Punkt, der am meisten unterschätzt wird

Das Profil sollte auf die Webseite verlinken – und die Webseite zurück auf das Profil. Diese gegenseitige Verknüpfung hilft Google dabei, beides als denselben Betrieb zu erkennen. Es ist ein Handgriff von zwei Minuten und fehlt erstaunlich oft.


Fragen zu einem Punkt? Rufen Sie an: 06581 8199 746 – oder lassen Sie uns Ihre Seite kostenfrei prüfen.

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